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Sonntag, 7. November 2010 |
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Erzähle mir, was Du liest, und es wird ein langer spannender Abend – in der Katholischen Öffentlichen Bücherei in Heek galt dies besonders. In Afghanistan spielt der Roman „Drachenläufer“, den Landrat Dr. Kai Zwicker vorstellte. Höhepunkt der kalten Jahreszeit in Kabul war der „Kampf der Drachen“. Die Lebensgeschichte zweier Freunde und die spätere Rückkehr ins Heimatland eröffneten einen Blick auf die Geschichte dies es Vielvölkerstaates.
Einen Eifel-Autor, der unter dem Pseudonym Jack Berndorf schreibt, stellte Johannes Buss vor. Er lebt dort in der Eifel, denn Maria Laach ist für ihn so, „als habe der liebe Gott Architekt gespielt“. Diese Landschaft ist sein Zufluchtsort nach Jahren als freier Journalist an den Krisenorten der Welt. Das Buch „Eifelfeuer“ kann als Persiflage auf Behörden, als abgedrehter Agentenroman oder als entspannende Krimilektüre gelesen werden.
Als Leiter des philosophischen Lesekreises hatte Gerhard Helmich eine autobiographische Erzählung von Josef Pieper, dem „Philosophen des Münsterlands“ ausgewählt: „Widerbegegnung mit einem Gedicht.“ Das kurze Gedicht entfaltete im Kreis der Freunde Piepers seine Kraft. Es wurde eine Einladung zur Interpretation – ein wirklich verdichtetes Leben.
Bürgermeister Ulrich Helmich richtete das Interesse bewusst auf ein unterhaltsames Buch von Jürgen von der Lippe und Monika Kleves. Auch wenn dort Klischees bedient werden, ist es doch sehr amüsant zu lesen. Eine Kostprobe zum Thema „Autofahren eines Ehepaares in den Urlaub“: „Wir fahren lieber getrennt und leben zusammen. Das ist besser als umgekehrt.“
Wie die Buchstabenverwirrung zur Romanze führt, stellte Martina John, die Leiterin der Kreuzschule vor. Per E-Mail trifft der Uni-Assistent für Sprachpsychologie Laike auf eine Frau, die ein Leike-Abonnement abbestellen will. Die E-Mails gehen hin und her und werden zum Transportmittel für Emotionen: Schreiben ist „Küssen im Kopf“. „Zusammen ist man weniger allein“ – aus diesem Buch mit ganz eigenem Sprachstil las Margret Roßbach verschiedene Dialoge. Die ganze Bandbreite der Literatur wurde so an diesem Abend präsentiert. Der Zeitrahmen wurde zwar überschritten, aber die ungeteilte Aufmerksamkeit blieb bis zum Schluss. Es gab viel Applaus und für die Leser ein Weinpräsent. 
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. Dezember 2011 )
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