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Seit vier Jahren ist Pater Joy Madassery, der heute 40 Jahre alt wird, in der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz als Kaplan tätig – die Menschen in der Dinkelgemeinde sind ihm in dieser Zeit ans Herz gewachsen.
Heek-Nienborg. Die Zahl vier spielt in diesen Tagen eine besondere Rolle im Leben von Pater Joy Madassery. Der aus Indien stammende Priester blickt nicht nur auf eine vierjährige Tätigkeit als Seelsorger in der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz zurück, sondern feiert heute (27. Juli) auch seinen 40. Geburtstag. Im Gepräch mit den WN blickt er ein wenig zurück auf seinen bisherigen Lebenslauf.
Schon mit 15 Jahren, wie in Indien üblich, wechselte der Geistliche von der Schule ins Priesterseminar seiner Ordensgemeinschaft der Hl. Theresia von Lisieux (Little Flower Congregation). Im Alter von 27 Jahren wurde er zum Priester geweiht und war anschließend fünf Jahre als Sekretär des Provinzialoberen und Konrektor im Priesterseminar tätig. Nach Deutschland kam er im Jahr 2000, als er seinen Dienst in der Lüdinghausener Pfarrgemeinde St. Ludger antrat. „Ich habe damals kein Wort Deutsch gesprochen“, erinnert sich Pater Joy an seine ersten Tage in Deutschland.
Mit der Fusion der katholischen Kirchengemeinden in der Gemeinde Heek wechselte er 2003 in die Dinkelgemeinde. „Hier fühle ich mich seit dem ersten Tag sehr wohl“, möchte er keinen seiner Tage in der Dinkelgemeinde missen. Ob Seelsorgeteam, Mitarbeiter der katholischen Kirchengemeinde und die vielen sympathischen Menschen, die ihm täglich in Heek, Nienborg und Ahle begegnen – sie alle sind dem Jubilar ans Herz gewachsen. „Ich werde überall mit offenen Armen empfangen“, freut er sich vor allem über die Menschlichkeit und Offenheit, mit dem ihm die Menschen hier entgegentreten.
So offen wie die Menschen, die ihm begegnen, gibt sich Pater Joy selbst. Ob als Zuschauer beim Schützenfest, wo er mit der Flinte auch schon mal auf den Vogel zielt, beim Besuch des Dinkelkonzertes, auf einem der Fußballplätze in der Gemeinde, als Präses der drei Landjugendbewegungen der Dinkelgemeinde oder beim Besuch des Seniorennachmittages in dieser Woche – für ihn ist es wichtig, an den dörflichen Aktivitäten teilzunehmen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Mit seiner Anwesenheit möchte er den Gläubigen eine moralische Stütze geben. Damit verfolgt er auch das Ziel, die Jugendlichen zu erreichen. Diese liegen ihm sehr am Herzen. So steckt er mit der KLJB Ahle t in den Planungen für das 50-jährige Jubiläum im kommenden Jahr. In Nienborg versucht er derzeit, dem schwindenden Interesse der älteren Messdiener am Kirchendienst zu begegnen.
Zu seinem Ehrentag wünscht er sich keine persönlichen Geschenke. Pater Joy würde sich freuen, wenn viele Menschen aus Ahle, Heek und Nienborg heute Abend ab 18 Uhr den Weg ins Haus Hugenroth finden würden. „Wer kommt, der kommt“, lädt er alle Bürger der Dinkelgemeinde herzlich ein, mit ihm gemeinsam seinen Ehrentag zu feiern.
Wer ihm etwas schenken möchte, möge ihm eine Spende für das „Projekt Peniel Behinderheim“ zukommen lassen. Das Projekt wird von seiner Ordensgemeinschaft betrieben. In diesem Heim werden zurzeit etwa 50 geistig und körperlich behinderte Männer in zwei provisorischen Gebäuden betreut. Für diese Männer soll ein neues Heim errichtet werden. Das Geld wird er im Rahmen seines fünfwöchigen Heimaturlaubs selbst vor Ort übergeben, den er am 5. September beginnen wird.
Einen persönlichen Wunsch möchte sich Pater Joy im kommenden Jahr erfüllen. In den Herbstferien 2008 möchte er mit Menschen aus Heek, Nienborg und Ahle sein Heimatland bereisen. Wer Interesse hat, während einer 15-17-tägigen Rundreise ein fremdes Land und andere Kulturen kennenzulernen, kann sich gerne bei ihm melden ( 0 25 68/93 39 699). Die Reise unter deutschsprachiger Führung schließt unter anderem einen Besuch des Taj Mahal und natürlich der Heimatstadt Pater Joys ein. Fotos der Geburstagsfeier finden Sie in der Galerie .
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