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Kreuzzentrum Heek fast fertig gestellt
Dienstag, 11. Mai 2010
Kreuzzentrum im Mai 2010 :: DSC_6964 -men-, Heek; Pflasterarbeiten im Eingangsbereich, Anstreicher, Elektriker, Installateure im Gebäude – die Arbeiten am Kreuzzentrum in Heek befinden sich deutlich sichtbar auf der Zielgeraden. Am Pfingstmontag, 24. Mai 2010 wird das Gebäude offiziell eingeweiht. Für Pastor Josef Leyer von der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek geht damit ein Traum in Erfüllung, wie er unumwunden zugibt. „Damit wird die alte Mitte in Heek aufgewertet und die Aufenthaltsqualität nimmt zu“, freut er sich, dass hier der Glauben mit karitativen und sozialen Komponenten vereint wird. Für Pastor Josef Leyer ist die Erstellung des Kreuzzentrums ein weiterer Meilenstein in der langjährigen Geschichte der Heeker Kirchengemeinde und ein weiteres Datum in der Zeittafel zum Heiligen Kreuz in der Dinkelgemeinde, die mit dem Schnitzen des Gnadenkreuzes im Jahre 1200 begann. „Kreuzzentrum – der Name des Pfarrheims macht deutlich, was bei uns im Zentrum steht“, macht Josef Leyer den Bezug zum Heiligen Kreuz und zum Namen der Pfarrgemeinde deutlich. Durch das neue Gebäude entsteht ein städtebaulich interessantes Ensemble aus Kirche, Seniorenheim, Pfarrhaus, Betreutem Wohnen und Kreuzzentrum. „Es ist Architektur im Kontext“, so Pastor Leyer. An Nikolaus 2008 erfolgte der erste Spatenstich für das Kreuzzentrum. Bei den Rodungsarbeiten und dem Freiräumen der Baustelle wurden Spuren Heeker Geschichte offen gelegt. Das Kreuzzentrum steht auf einer historischen Insel, die früher von einer Gräfte umschlossen war. Einer Urkunde vom 13.05.1332 ist zu entnehmen, dass die Fläche vor der Pastorat ein Kamp und ein Acker war, nass, unfruchtbar und wenig nützlich. Dort hatte der Pfarrer eine Stätte (area) durch Umgraben erhöht und den Rest des Ackers durch das Anfahren von Erde und mit viel Mühe fruchtbar gemacht. Der von der Gräfte umgebene Bereich umfasste das jetzige Pastorat, dessen Vorhof und den großen Pastoratsgarten. Er bildete also eine Insel, auf deren ehemalige Zugangsbrücke heute noch die Brückengeländer an der Zufahrt hinweisen. Die Freianlagengestaltung nimmt den Verlauf der ehemaligen Gräfte mit 20 neu gepflanzte Kopfweiden auf. An der Stelle des Kreuzzentrums stand viele Jahrzehnte ein Ökonomiegebäude. Es erinnerte an die Zeiten, als zur Pastorat noch die Landwirtschaft gehörte. „Der Neubau des Kreuzzentrums nimmt mit der Lage des Gebäudes, seiner zurückhaltenden Gestaltung und den gewählten Materialien wie dem rot-bunten Kohlebrandstein und dem roten Satteldach diese Tradition mit einer ortsbezogenen Architektur auf“, beschreibt Architekt Eckhard Scholz, Dipl.-Ing. Architekt BDA, aus Senden, seine Pläne. Auch die große Öffnung im Eingangsbereich des Pfarrheims mit der zurückgesetzten Glasfassade soll an die Scheunentore einer Ökonomie erinnern. „Dennoch ist das Haus keine Kopie des Wirtschaftsgebäudes, sondern ein eigenständig und fein detailliertes modernes und multifunktionales Pfarrheim“, hebt Eckhard Scholz hervor. Der Besucher wird an der wunderschönen Rotbuche vorbei in das großzügig verglaste Foyer geleitet. Hier, in den öffentlichen Raum, hat der Architekt das Sichtmauerwerk in das Gebäudeinnere hineingeführt. Die den Raum bestimmende Treppe und der Luftraum mit Galerie im Obergeschoss schaffen eine großzügige Eingangssituation mit Blickbeziehung zur Nachbarschaft und dem Eingangshof mit der Buche. Im Erdgeschoss erhält die Bücherei ihre neue Heimat. Die moderne Küche ist direkt an den großen Saal angebunden, der teilbar ist und durch eine hervorragende Akustik und interessante Lichteinfälle mit einem Glasfachwerk besticht. Im Keller gibt es weitere Gruppen-, Lager- und Archivräume. Selbst hier gibt es im Gruppenraum Tageslicht. „Hier ist das schönste Zimmer im Kreuzzentrum“, freut sich Pastor Leyer für Diakon Harald Schneider, der aus seinem neuen Büro im Obergeschoss einen fantastischen Überblick über den Kirchplatz hat. An diesen Raum schließen sich drei Gruppenräume und ein Lagerraum an. „Durch die Auswahl der Materialien und die Versorgung aller Räume mit Tageslicht ist es dem Architekten gelungen, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen“, lobt Pastor Josef Leyer die Umsetzung, die von außen kaum erahnen lässt, was im Inneren geschaffen wurde. „Das Kreuzzentrum steht wahrlich im Zentrum des Kirchplatzes,“ macht Josef Leyer deutlich, dass aus dem Gebäude ein Blick zur Pfarrkirche St. Ludgerus, Altenheim, Pastorat mit Garten oder Nepomukhaus, möglich ist. Für die Festigkeit des Gebäudes steht der Grundstein. Der Grundstein ist ein Ornamentstein aus der Zeit der Neugotik. Er ist geschmückt durch einen Vierpass, in den ein Kreuz eingefügt ist. Seine in Stein gehauene Botschaft lautet: „Wir sind grenzenlos verbunden im Zeichen des Kreuzes.“ Der Grundstein ist steinerner Zeuge der Kreuzverehrung und ist im Erdgeschoss in einer tragenden Wand sichtbar. Dem Grundstein ist auf der Außenseite ein Chronogrammstein, ebenfalls aus Sandstein, zugeordnet. Pastor Josef Leyer ist zuversichtlich, dass das Kreuzzentrum ein Ort des Dialoges und der Begegnung wird. Leyer’s künstlerische Ader findet sich in 12 Gemälde wieder, die er passend zu den drei Heeker Ortsteilen, zum Kreuzzentrum und den Räumen für die Wände geschaffen hat. Sein größtes Bild „Der Dialog“ wird einen zentralen Platz im Foyer des Obergeschosses erhalten. „Wer baut, der bleibt – so eine Redensart. Wer baut, richtet den Blick auf die Zukunft. Das Kreuzzentrum will durch sein Raumangebot unsere Gemeinde zukunftsfähig machen. Wir als Gemeinde Heilig Kreuz haben Respekt vor der Tradition und tragen Verantwortung für die Zukunft. „Stein für Stein“ bauen wir an der Kirche vor Ort,“ lädt Pastor Josef Leyer die Bevölkerung zur Einweihung des Kreuzzentrums am 24. Mai und zur anschließenden vielfältigen Nutzung ein.
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 25. Dezember 2011 )
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