| Pfarrbrief | |||
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| 1200. Todestag des heiligen Ludgerus |
| Sonntag, 29. März 2009 | |
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Die örtliche Überlieferung berichtet von der mächtigen Eiche, die Ludgerus vor den Augen der „Götzenverehrer“ gefällt habe. Pfarrer Leyer beschrieb den heiligen Ludgerus als Missionar mit Mut und Menschlichkeit und als Wandermissionar. „Ich verkünde Euch Christus“, das war das Motto des heiligen Ludgerus. Damit verfolgte er das Ziel, die Menschen durch seine Predigten, durch Überzeugung und durch sein Vorbild zum Glauben führen. So bereiste er als erster Bischof des neu gegründeten Bistums Münster unermüdlich seine Diözese. Auch habe er in Heek gepredigt und am Brinker Esch die Gänse vertrieben. Ludgerus stirbt schließlich auch auf einer dieser Reisen in Billerbeck, wo er am Passionssonntag 809 seine letzte heilige Messe feierte. Pfarrer Josef Leyer rühmte Ludgerus für seine menschliche Güte und gewinnenden Freundlichkeit, die sich mit Klugheit, Mut und persönlicher Bescheidenheit paart. Mit dem Ludgeruslied „O Hirt, von Gott erkoren“ endete der Festgottesdienst. In großer Dankbarkeit an den heiligen Ludger enthüllten Pfarrer Josef Leyer und Diakon Harald Schneider im Anschluss die Gedenktafeln an der nördlichen Kirchturmseite der hoch aufragenden und weithin sichtbaren Pfarrkirche St. Ludgerus Heek. „Durch die Gedenktafeln sollen Einheimische und Fremden unseren wunderbaren Kirchenraum und seine Ausstattung schätzen lernen“, lud Pfarrer Josef Leyer die Bevölkerung aus Nah und Fern zum Besuch des Heeker Gotteshauses ein. Er erklärte den zahlreichen Gläubigen die Inhalte der Inschrifttafeln. Die linke Tafel beinhaltet vier Grundrissdarstellungen zur Baugeschichte der Ludgeruskirche. „Dass die Kirche in Heek durch Ludgerus gegründet ist, ist durch Urkunden nicht zu belegen, hat aber einen großen Grad an Wahrscheinlichkeit“, so Pfarrer Josef Leyer. Die linke Tafel ist überschrieben mit: „Katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek – St. Ludgerus Kirche. Seit vielen Jahrhunderten, seit Beginn der Christianisierung, seit dem Tage, seit hier Ludgerus die ersten heidnischen Führer der germanischen Stämme taufte und hier das erste hölzerne Kirchlein errichtete, lebt hier die Verehrung des Kreuzes unseres Herrn.“ Der Ursprung der Heeker Pfarrkirche dürfte, so die Überlieferungen, eine Holzkapelle gewesen sein, ehe im 13. Jahrhundert eine Spätromanische Saalkirche mit Treppenturm und Südportal entstand. In 1520 wurde das Gotteshaus um einen spätgotische Hochaltar und eine Sakristei erweitert. Eine umfassende Kirchenerweiterung mit Turmneubau vollzog sich in den Jahren 1831 bis 1837. Die jetzige Form erhielt die Kirche durch Seitenschiffe und die neu Sakristei, durch die die Kirche von 1969 bis 1971 erweitert wurde. Die rechte Bronzetafel bietet Informationen zur Innenausstattung der Kirche und zur Verehrung des Gnadenkreuzes. Die Tafel richtet das Interesse der Besucher auf den Kirchenraum und seine wertvolle Ausstattung: „Der kreuzförmige Kirchenraum beeindruckt durch Helligkeit und Sakralität. Es ist ein Raum der Stille und des Gebetes, ein Ort Jahrhunderte langer Kreuzverehrung. Zu den herausragenden Gegenständen der Heeker Pfarrkirche gehören das Missionskreuz im Seitenschiff (1100), Heeker Gnadenkreuz, Wallfahrtskreuz mit Reliquienschatz und Votivgaben (um 1200), der Taufbrunnen aus dem 13. Jahrhundert und die Anna Selbdritt aus dem 15. Jahrhundert, Grabplatte im Turm (1510), Sakramentshäuschen (1520), Ludgerusglocke (1547), Marien- und Erlöserglocke (1724), Ludgerus – Altarbild, Bernhard von Clairvaux, Johannes Nepomuk (1752), Barockkanzel (1755), Pieta, Herz-Jesu, Madonna (1830), Thomas von Aquin, Rosa von Lima, Vier Evangelisten (1869), Altar und Ambo (1970), Josefsglocke (1978) sowie die Orgel aus dem Jahre 1995. Die Tafel informiert darüber hinaus, dass die jährliche Kreuztracht am Fest Christi Himmelfahrt nach Ahle und die kleine Kreuztracht in der Kreuzwoche um das Fest Kreuzerhöhung am 14. September in Heek gefeiert wird. Abschließend dokumentiert sie drei Strophen des Kreuzliedes „Sei heil’ges Kreuz gegrüßet“, dass die Gläubigen zum Abschluss der kleinen Feierstunden gemeinsam sangen. Weitere Bilder finden Sie in der Galerie . |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. November 2009 ) |



